Navigation Menu
10. Mai2016
Singapur

Singapur

  • Author: Katrin
  • Date Posted: Mai 10, 2016
  • Category:

Willkommen in Singapur. Willkommen zurück auf der Nordhalbkugel!Doch zuvor muss ich noch die Kontrolle am Flughafen über mich ergehen lassen. Da ich in Lateinamerika war, ist eine Gelbfieber-Impfung nötig. Glücklicherweise war eine Kopie des Impfausweises ausreichend.
Weniger glimpflich kam ich dann bei der Kontrolle meines Gepäcks davon. Aus Sorge um meine Sicherheit habe ich mir, nach gutem Zureden von verschiedenen Seiten, ein Pfefferspray gekauft. Das wurde mir jetzt zum Verhängnis, da die Einfuhr verboten ist. Das wusste ich jedoch nicht und habe auf die Frage, ob ich etwas zu verzollen hätte, selbstbewusst mit „Nein“ geantwortet. Süffisant grinsend zeigte die Beamtin ein Bild mit Pfefferspray. Nun ja, sie hatten es bereits beim Durchleuchten meines Gepäcks gesehen. Leugnen ist also zwecklos. Nachdem ich es ihr ausgehändigt hatte, musste ich ihr ins Büro folgen. Meine Daten wurden aufgenommen und der Pass kopiert. Dann ließen sie mich schmoren. Der zuständige Beamte sei wohl gerade schwer beschäftigt. Viele Erklärungen bekam ich nicht. Mein Plan war also mich hilflos und dumm zu stellen. Da nach einigen Minuten immer noch nichts passierte, fragte ich nach Dingen wie einem Geldautomaten und dem Bus-Shuttle in die Stadt. Da waren sie wesentlich auskunftsfreudiger. Die nächsten Minuten verstrichen und so holte ich mein Buch raus. Irgendwann kam der wichtig aussehende Beamte, der mich erneut nach meinen Daten fragte. Ich beteuerte meine Unwissenheit (was ja auch wahr ist) und erzählte ihm von meinen bisherigen Reisezielen. Er würde doch seine Tochter in den Ländern auch nicht ohne Pfefferspray reisen lassen?! Nun ja, Papierkram muss trotzdem sein und so musste ich einige Formulare unterschreiben. Bevor ich das tat, fragte ich jedoch jeweils nach den Konsequenzen. Abgesehen von der Tatsache, dass ich ab nun ohne Pfefferspray reisen werde, passiert glücklicherweise nichts.
20160507_144225

Mittlerweile habe ich Hunger und so hole ich Geld, buche meinen Bus direkt bis zum Hostel (für eine der teuersten Städte der Welt sind das unschlagbar günstige 9$) und hole mir Pommes bei Burger King. Mehr spricht mich nicht an und übersteigt hier am Flughafen bei Weitem mein Budget.
Eine Stunde später komme ich dann endlich im Hostel an und falle müde ins Bett.

Am nächsten Morgen bemerke ich, dass ich die einzige Nicht-Asiatin bin. Kein Wunder, wenn ich in Chinatown absteige. Warum dann jedoch Frühstück aus Toast mit Marmelade besteht, kann ich mir nur über den Preis erklären. Das kann ja was werden…
DSC_0196 DSC_0197

Die Mitarbeiter sind jedoch sehr hilfsbereit und erklären mir, was ich alles sehen kann. Zusammen mit Antoinette´s Insiderliste mache ich mich zunächst auf den Weg Richtung Merlion Park, wo man einen tollen Ausblick auf die Esplanada Mall, das ArtScience Museum und Marina Bay Sands Hotel hat. Besonders im CBD gibt es modernste Hochhäuser, die noch die kleinen, alten Häuser umzingeln.
DSC_0133
DSC_0139 20160508_105830DSC_0143
Die Esplanade Mall ist ein Theater und eine Konzerthalle, die von außen schön anzusehen ist, innen jedoch für meinen Geschmack nicht viel zu bieten hat. Ganz anders sieht es da im Shopping Center am Marina Bay Sands aus. Das erreicht man, wenn man die größte freischwimmende Bühne der Welt passiert und von der Helixbrücke am ArtScience Museum vorbei läuft.
DSC_0154 DSC_0153

Einen tollen Blick auf die andere Seite hat man ebenfalls.
DSC_0155

Danach geht es in die Gartenanlagen von Gardens by the Bay. Hier gibt es verschiedene Kunst, Themengärten und übergroße Bäume zu bestaunen.
DSC_0159 DSC_0163 20160508_125405

In Asien gibt es an fast jeder Ecke auf Holzspießen gegrilltes Fleisch, was sich je nach Land anders nennt. In Singapur bezeichnet man es als „Satay“. In Indonesien hat es mich nicht wirklich begeistert, jedoch soll es im Hawker Center der Gärten die besten der ganzen Stadt geben. Ich probiere eine Mischung aus Schweine-, Hähnchen- und Lammspießen. Die Marinade ist wirklich lecker und auch das Fleisch von sehr guter Qualität. Meinung geändert…
DSC_0166

Nach dieser Verschnaufpause laufe ich zum Marina Bay Sands Hotel und lege die nächste Pause ein. Im Café Ce La Vi genieße ich den Ausblick von der 57. Etage über die Stadt, wobei ich das günstigste Getränk auf der Karte aussuche. Mit 10 $ ist ein Softgetränk immer noch erschwinglicher als der Eintritt zum Sky Park eine Etage tiefer. Und bei dem strahlenden Sonnenschein eine willkommene Erfrischung.
DSC_0171

Gestärkt schlendere ich noch durch kleineren Stadtteile. Diese sind mit ihren bunten Häusern in meinen Augen wesentlich schöner als die Hochhäuser. Und besonders in Little India wird der Geruchssinn von verschiedensten Gewürze angesprochen.
DSC_0183 DSC_0178DSC_0174 DSC_0193 DSC_0191

Mit der Metro fahre ich zurück ins Hostel und frage nach dem nächsten Hawker Center. So bezeichnet man unter anderem in Singapur günstige Ansammlungen von Garküchen, die meist open-air sind. Da ich immer noch in Chinatown bin, kann ich nicht viel lesen und zeige auf Bilder, die mich ansprechen. Es schmeckt anders als erwartet. Lecker ist es trotzdem. Über die hygienischen Umstände mache ich mir bei dem rohen Ei im Essen lieber keine Gedanken…
20160509_193511

Um den Tag touristisch abzurunden, schaue ich mir noch die allabendliche Lichtershow vor dem Marina Bay Sands und wenig später im Gardens by the Bay an. Kitschig, aber irgendwie auch schön.
DSC_0206
DSC_0223

Mein Körper möchte anscheinend nicht mehr. Ich fühle mich total schlapp und bekomme Halsschmerzen. Die Salsaparty am Abend will ich mir jedoch nicht entgehen lassen. Da sie um die Ecke ist, schaue ich mir das mal an. Eintritt zahle ich nicht, jedoch toppt der Preis eines alkoholfreien Getränks noch den Tower. Ich wechsle meine Schuhe und warte an der Seite auf eine Aufforderung. Da kann ich hier jedoch lange warten. Irgendwann wird mir das zu doof und ich fordere die Männer auf. Wenn ich das richtig beobachte, ist das gängige Praxis. Die Liveband macht gute Stimmung und langsam habe ich mit allen Männern getanzt. Die Party ist klein und so beschränkt sich das auf maximal zehn.
Singapur soll eine sichere Stadt sein, doch auf dem Rückweg begegnen mir einige komische Gestalten. Bei mindestens drei Spuren pro Richtung ist das Wechseln der Straßenseite nicht so einfach und so heißt es selbstbewusst sein. Nach 10 Minuten komme ich sicher am Hostel an und falle erschöpft ins Bett.

Am nächsten Tag fahre ich zum Botanischen Garten und erlebe zum ersten Mal einen asiatischen Regen. Glücklicherweise habe ich einen trockenen Platz zum Unterstellen gefunden. Die Anlage ist schön, aber irgendwie ist die Luft raus.
Halbherzig schaue ich mir noch die künstliche Insel Sentosa an, verlasse sie jedoch nach kurzer Zeit, da mich von den Attraktionen nichts anspricht. Dafür verbringe ich noch etwas Zeit in der Shopping Mall. H&M, Zara und Co. warten auf mich. Es ist manchmal ganz schön, etwas Vertrautes in der Ferne zu haben.

Mehr gibt es in meinen Augen hier nicht zu sehen und so fahre ich mit dem Bus am nächsten Tag nach Malaysia weiter. Außerdem wurde auf der Wache vermerkt, wann ich das Land verlassen will. Muss man ja nicht ausreizen 😉

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Alle Beiträge