Mittlerweile habe ich Spaß am Hitchhiken gefunden.Und da es mal wieder keine öffentliche Busverbindung in das Gebiet „The Catlins“ gibt, versuche ich mein Glück ab Balclutha. Ein Fahrradfahrer hätte mich mitgenommen, aber der Rucksack war zu groß für den Gepäckträger… Dafür hielt kurze Zeit später ein französisches Pärchen mit Campervan. Gemeinsam fing es zum Nugget Point. Dort sahen wir neben Seelöwen, die in ihrem eigenen kleinen Pool badeten, auch den Leuchtturm von 1869.
Danach sammelten wir ein paar Power Shells am Strand und genossen immer wieder die Aussicht.
In Waikawa ließen sie mich an einem sehr kleinen Hostel raus. Leider gab es kein freies Zimmer mehr für mich, aber ich konnte in der muffigen Garage schlafen. Zahlen musste ich natürlich trotzdem…
Kurz vor dem Sonnenuntergang habe ich mich einer aus dem Hostel angeschlossen und bin zum Curio Bay gefahren um Gelbaugenpinguine zu sehen, die nur noch in Neuseeland leben.
Am nächsten Tag hat mich ein englisches Pärchen ebenfalls in ihrem Campervan eingesammelt. Gemeinsam mit ihnen bin ich dann wieder zum Curio Bay. Dieses Mal habe ich jedoch Hector-Delfine gesehen. Auf dem Foto ist das der schwarze Punkt im Wasser. Wäre es nicht so kalt gewesen, hätte ich mit ihnen schwimmen können.
Kalt und sehr windig war es ebenfalls am Slope Point, dem südlichsten Punkt der Südinsel.
Noch windiger wurde es dann am Waipapa Point.
Kurz bevor der Regen begann, waren wir am Wohnwagen zurück, lachten viel über die Fotos und hatten gemeinsam ein kleines Mittags-Buffet bestehend aus allem, was sich in meinen und ihren Essensvorräten fand.
In Invercargill trennten sich unsere Wege. Mit den Worten „Vielen Dank, dass wir heute so viel zusammen gelacht haben. Bis nie wieder.“ verabschiedeten wir uns voneinander. Das spiegelt sehr gut wider, wie das Reisen in Neuseeland ist. Man lernt interessante Menschen kennen und nach kurzer Zeit zieht jeder sehr individuell in der eigenen Richtung weiter…